Die Buchstaben vor meiner Nase hüpfen. Ich glotze bekloppt in das flimmernde Rechteck vor mir. Ich starre auf Sachen, die ich geschrieben zu haben scheine. Ist das das, was ich denke? Gefasst in Worte? Ich verstehe nicht, warum diese Worte hüpfen sollten. Aus dem "Heute" wurde "Gestern"- das war es wohl. Mitternacht, alles was Heute war ist jetzt Gestern gewesen.
(Nie und nimmer will ch die deutsche Grammatik neu lernen müssen.)
Im Zug habe ich Thomas kennengelernt. Er ist sehr langweilig. Aber er hat sich sehr lange ein gutes Einstiegsthema ausgesucht, um jemanden aus heiterem Himmel im Zug anzusprechen: Hey- em- chunnsch us Basel? Naja, wie auch immer, er hats versucht, er hat mich auf 35 geschätzt ich hab ihn nicht korrigiert. Weil er ernsthaft besorgt war um mich. Mein Tag war lang. Dorum, weisch? Aber die Welt ist gut. Sie dreht sich regelmässig in eine Richtung. Der Theorie zufolge. Dass bei einer Unterhaltung von 4 Minuten einem 3 mal der Gesprächsstoff ausgehen kann, ist faszinierend. Wir haben es geschafft. Ich habe es geschafft, meine Station, Sorry, jo klar, bis bald moll...
Stop.
Gang zurückschalten, warten. Realisieren. Denken. Aufholen. Verstehen. Ordnen.
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